Ich bin katholischer Journalist aus Leidenschaft und betreibe die Seite freundschaftmitgott.de seit Eintritt in den beruflichen Ruhestand nach 40-jähriger Tätigkeit für das Kolpingwerk Deutschland.

Meine journalistische Laufbahn begann nach dem Abitur als freier Mitarbeiter mit der regelmäßigen Berichterstattung für die Essener Lokalredaktion der in Dortmund erscheinenden „Ruhrnachrichten“. Nahezu parallel entwickelte sich meine ehrenamtliche Arbeit im Journalismus, zuerst als Gründer und Organisator einer katholischen Jugendzeitschrift in meiner Herkunfts-Pfarrgemeinde (Auflage: 200), dann als Chefredakteur einer Studentenzeitschrift (Auflage: 20.000). Für die CDU-Ratsfraktion in der Heimatstadt Essen entwickelte und begleitete ich außerdem die Zeitschrift „Essener Themen“.
Zum Kolpingblatt in Köln wurde ich bereits 1980 während des rechtswissenschaftlichen Studiums gerufen. Nach Abschluss des Staatsexamens 1984 begann ich als 28-Jähriger meine Arbeit als Chefredakteur und Pressereferent. Als Höhepunkte dieser langjährigen Tätigkeit betrachte ich die publizistische Begleitung der Seligsprechung Adolph Kolpings 1991 in Rom mit der Begegnung mit Papst Johannes Paul II., wozu auch die Mitherausgabe des Buches „In Rom dabei“ gehörte, sowie die Federführung bei der Auftaktveranstaltung und die Kommunikationsarbeit des Kolpingtages in der Kölnarena im Jahr 2000, wozu ebenfalls ein Buch erschien. Ein weiterer Kolpingtag mit 15.000 Teilnehmenden sowie die Papstbesuche 1980 und 2005 in und an der Minoritenkirche bildeten weitere Höhepunkte.

In der journalistischen Arbeit hat sich in diesen 40 Jahren Grundlegendes verändert. Lange Zeit wurde das Kolpingblatt monatlich im Stil einer Tageszeitung produziert. 2007/2008 haben wir das Konzept umgewandelt und ein Monatsmagazin produziert. Als Chefredakteur habe ich auch die Zeitschrift „Idee & Tat“ für Leitungskräfte im Kolpingwerk neu konzipiert, die Auflage wurde verdoppelt.

Ich habe mich seit meiner Jugend bis heute nahezu ununterbrochen ehrenamtlich in der Kirche engagiert, aber auf Adolph Kolping wurde ich erst im Jahr 1980 durch den damaligen Bundesvorsitzenden Paul Hoffacker und durch Bundessekretär Michael Hanke aufmerksam. Das war ein Volltreffer. Von beiden habe ich die Leidenschaft für Adolph Kolping gelernt, mit dem ich mich zu 100 Prozent identifiziere.

In diesen 40 Jahren habe ich die Verwandlung des Journalistenberufes miterlebt: Vom Bleisatz zum Ganzseitenumbruch am Bildschirm, vom Zeitungsmachen mit Schwerpunkt in der Nachberichterstattung hin zur konzeptionellen Vorbereitung eines Farbmagazins, vom gedruckten Medium hin zur aktuellen Berichterstattung auf der Homepage, im Newsletter und in den sozialen Medien. Denn aus der anfänglichen Pressearbeit als Nebentätigkeit zur Arbeit als Chefredakteur entwickelte sich mit dem Internet die Verantwortung für die Homepage kolping.de, den wöchentlichen Newsletter, für Facebook und die anderen sozialen Netzwerke. Dazu hat die Erarbeitung eines Kommunikationskonzeptes für das Kolpingwerk Deutschland einen wesentlichen Beitrag geleistet. Aus einer Redaktion mit 1,5 Planstellen entwickelte sich so ein Referat für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit mit acht (Teilzeit-)Angestellten und weiteren freien Mitarbeitenden. Im Laufe der Jahre habe ich etwa ein dutzend junge Journalistinnen und Journalisten ausgebildet.

Neben meiner Arbeit für das Kolpingwerk habe ich zusätzlich als katholischer Autor gearbeitet und über großartige Glaubenszeugen Lebensbeschreibungen, Comics und Bücher verfasst.

Martin Grünewald